C. Lindner, Sonneberg, o. J. [ca. 1860].
Querformat-In-4, (1) Titelbl., 172 Seiten, verziert mit 2546 lithografischen, kolorierten Spielzeugabbildungen auf Vorder- und Rückseite. Geringfügige Bräunung, Einriss an der Innenfalz eines Blattes. Schwarzer Perkal aus der Zeit, Titel „Musterkarte“ blindgeprägt in der Mitte des Vorderdeckels, glatter Rücken, moderne Leinwandkassette mit Titelschild. Einband der Zeit.
265 x 194 mm.
Sehr seltenes Zeugnis des Spielwarenhandels im Deutschland Mitte des XIXe Jahrhunderts.
Dieser prächtige Katalog, vollständig, präsentiert das Inventar der verfügbaren Spielwaren aus Weißblech, Zinn, Holz, Pappmaché usw., angeboten von der Firma Lindner aus Sonneberg in den 1860er Jahren.
Die Spielwaren sind in fein kolorierten Lithographien dargestellt, teilweise mit Gold und Silber hervorgehoben.Repräsentativer feiner Produktkatalog von Spielwaren aus einem der bedeutendsten Standorte für Spielwarenproduktion der Zeit: Sonneberg in Thüringen.
Anfang des 19th . Jahrhunderts hatten die Spielzeughersteller aus Sonneberg sich zu einem wichtigen Zentrum für die Produktion und den Export von Spielwaren entwickelt.
Die Spielwaren werden ohne Angaben von Zeichner und Drucker und ohne Preisangaben präsentiert.Illustriert mit 2546 bunten Bildern von Spielwaren, darunter Tiere, Instrumente, Kindermöbel, Häuser, Kutschen usw., alle mit feiner zeitgenössischer Handkolorierung, teilweise mit Gold oder Silber hervorgehoben.Die Artikelnummern sind lithographiert und einige der Objekte sind in verschiedenen Größen verfügbar.
Zu finden sind hauptsächlich typische Sonneberger Artikel, wie Kinderinstrumente, Militärspielzeug, mechanisches Spielzeug, Erzgebirgisches Holzspielzeug, Kleinstspielzeug, Gliederpuppen, Puppenhäuser und Puppenmöbel, Holzkarossen und -ställe, sowie Ziehwagen und Spielzeugblasebälge. Die Spielwaren sind nach Warengruppen und Größen klassifiziert und mit Bestellnummern gekennzeichnet.
Die Illustration auf der Titelseite zeigt die repräsentative Villa der berühmten Verlegerfamilie Lindner in Sonneberg. Die Kataloge der Lindner – Johann Simon Lindner, Louis & Eduard Lindner, Louis Lindner & Söhne und Johann Christoph Lindner – dokumentieren die Waren der Verleger und Spielzeugproduzenten im Detail und in ihrer ganzen Breite. Sie ersetzten die Mustervitrinen der Handelsvertreter und erleichterten die Expansion des Handels in Europa und Amerika.Wertvolles Zeugnis der Spielwarenproduktion der Blütezeit der Weltspielzeugstadt Sonneberg in Thüringen.Mitte des XIXe Jahrhunderts markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Spielwarenindustrie, denn ab den 1860er Jahren werden Spielzeuge industriell aus Materialien wie Metall hergestellt, und die traditionellen unabhängigen Meisterhandwerker verschwinden aus der Spielzeugindustrie. Bis 1850 wurden Spielzeuge noch manuell, einzeln, aus Holz oder Papier hergestellt.
Der vorliegende Band, entstanden um die Jahrhundertmitte, ist daher eines der letzten Zeugnisse der traditionellen und manuellen Spielwarenherstellung in Europa.
Besonders gut erhaltenes Exemplar dieses Gebrauchsbuchs.Ein Sammlungsstück von großer Seltenheit, vollständig zur damaligen Zeit mit Aquarell hervorgehoben. Es ist von größtem Interesse nicht nur für die Geschichte der Kindheit im Europa Mitte des XIXe Jahrhunderts, sondern auch für die Kultur, das Handwerk und die Sitten.Nicht im Handel gelistet.
Siehe Schneider, Die Spielzeugkataloge von Sonneberg des XIXe Jahrhunderts aus der Sammlung des Deutschen Spielzeugmuseums, S. 54 ff.
Dieses Museum, gelegen in der „Metropole“ der Spielwarenproduktion in Thüringen, hat ihm immer größeren Raum gegeben und seine Sammlung, durch kontinuierliche Erwerbungen erweitert, ist zur größten ihrer Art weltweit geworden.




