MADAME DE GRAFFIGNY (1695-1758). Briefe einer Peruanerin von Mme de Graffigny. Neue Ausgabe, erweitert um eine Fortsetzung, die bisher noch nicht gedruckt wurde.

Preis :

Einer der berühmtesten Gesellschaftsromane des 18. Jahrhunderts.
Das Exemplar Delbergue-Cormont, das am reichsten illustrierte unter den wenigen von Cohen genannten Luxusexemplaren, hier verziert mit Gravuren in 4 Zuständen. Herkunft: Delbergue-Cormont; H. Bonnasse (Exlibris).
Artikelnummer: LCS-A57 Kategorien: ,

In Paris, from the Printing House of P. Didot the Elder, year V, 1797.

2 volumes in 2 in-12 volumes. Volume I: 255 pages, plus 1 portrait in two states and 4 figures in 4 states.

Volume II: 239 pages, plus 4 figures in 4 states and 2 portraits. In total 3 engraved portraits and 8 charming figures by Lefèvre, engraved by Coiny.

Full blue morocco, triple gilt fillet, richly decorated raised spine, double gilt fillet on the edges, inner roulette, gilt edges. Binding signed Cuzin.

160 x 98 mm.

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Das erste und wertvollste Exemplar, zitiert und beschrieben von Cohen, Sp. 48: „Ein schönes Exemplar auf großem Velin, in blauem Maroquin von Cuzin, mit 4 Zuständen der Figuren, 700 fr., Verkauf Delbergue-Cormont (Nr. 192)“.

Eines der 100 Exemplare der Luxusausgabe im Format in-12 auf großem Velin mit den Figuren in Doppelzustand: Radierung und ohne Schrift, hier ausnahmsweise in 4 Zuständen: Gegenabdrücke und mit Schrift.

Diese hübsche Ausgabe, die Teil der sogenannten Bleuet-Kollektion ist, ist auf Velinpapier in-18 mit oder ohne Schrift vorhanden.“ (Cohen).

Einer der berühmten Gesellschaftsromane des 18.e Jahrhunderts.

1738 hielt sich die Autorin, Françoise d’Issembourg d’Happoncourt, Dame de Graffigny (1695-1758), bei Mme du Châtelet in Cirey auf, wo Voltaire lebte, und ihre ziemlich indiskrete Korrespondenz (erst 1820 veröffentlicht) vermittelt uns das Bild eines Voltaire, der lebendig eingefangen wurde, überempfindlich gegen die Angriffe seiner Gegner, von ihnen besessen, ständig in Streitigkeiten mit seiner Freundin verwickelt – kurz, „der unglücklichste Mensch“. 1739, fast ohne Geld, kam Mme de Graffigny nach Paris, wo sie unerwartete Hilfe fand; sie machte sich bekannt durch ihre „Peruanischen Briefe“, veröffentlicht 1747, in denen sie durch die Vermittlung ihrer Heldin, die sie plötzlich in Paris angesiedelt hatte, eine lebhafte Kritik an den sozialen Ungleichheiten äußerte. Dieser Roman war ein sehr großer und beständiger Erfolg; er inspirierte die Reflexionen von Turgot.

Die seit 1985 laufende Veröffentlichung ihrer vollständigen Korrespondenz offenbart eine erstklassige Briefschreiberin, im Zentrum eines Netzwerks von Informanten und Getreuen.

Montesquieus „Persische Briefe“ dienten als Vorlage für die „Briefe einer Peruanerin“.

Aus ihrem Heimatland Peru entrissen, wird eine junge Inka gewaltsam nach Frankreich gebracht. Ein Offizier, der in sie verliebt ist, nimmt sie unter seine Fittiche und versucht, aus ihr eine junge Französin zu machen. Ihrem im Peru verbliebenen Verlobten erzählt Zilia von ihrer Entdeckung Frankreichs, während sie sich nach ihrer Wiedervereinigung sehnt. Allmählich gelingt es ihr, all ihre Nachteile zu ihrem Vorteil zu nutzen: das Ausgerissen sein, die Sprach- und Kulturunterschiede, den Mangel an Autonomie. Als Autodidaktin bildet sie sich durch Lesen und Beobachten. Sie wählt weder Assimilation noch das Vergessen ihrer Wurzeln, sondern einen dritten Weg, eine Synthese von hier und dort.

In diesem Briefroman erzählt Françoise de Graffigny die fortschreitende Emanzipation einer Frau, die sich weigert, einem Beschützer oder Geliebten untergeordnet zu sein. Der 1747 erschienene Roman war ein außergewöhnlicher Erfolg in ganz Europa und löste eine wahre „peruanische“ Mode aus. Er ist einer der ersten Bestseller der französischen Literatur und eines der ersten Manifeste für die Unabhängigkeit der Frauen.

Mit ihrer frühen Kritik an der kulturellen Aneignung und als Feministin avant la lettre: Das ist Françoise de Graffigny, deren prächtigen Roman es zu entdecken lohnt.

Ein wertvolles und prächtiges Exemplar, eines der größten bekannten (H: 160 mm gegen 155 mm für das Exemplar von Carlo De Poortere) unter den 100 der Luxusausgabe auf großem Papier, geschmückt mit einer Reihe von Stichen, hier ausnahmsweise in 4 Zuständen: mit Schrift; ohne Schrift; Radierung und Gegenabdruck.

Bibliotheken Delbergue-Cormont und Henri Bonnasse.

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Zusätzliche Informationen

Auteur

MADAME DE GRAFFIGNY (1695-1758).

Éditeur

A Paris, de l’Imprimerie de P. Didot l’aîné, an V, 1797.