Paris, Dumont, 1839.
In-8 von (2) Blättern für den falschen Titel und den Titel, 335 Seiten falsch nummeriert 329.
Halbhellbraunes Kalbsleder, glatter Rücken verziert mit goldenen und blindgeprägten Fleurons und Fileten, grüne Titelschilder, marmorierte Schnitte. Einband der Zeit.
204 x 127 mm.
Originalausgabe « selten und gesucht »». (M. Clouzot)
Clouzot, 257; Carteret, II, 360; Rahir, Die Bibliothek des Liebhabers, 646; Vicaire, Handbuch des 19. Jahrhunderts Buchliebhabers, 460.
Eines der schönsten bekannten Exemplare in einer Einband, die identisch mit der des Exemplars von Rot und Schwarz und von Die Kartause von Parma aus den Bibliotheken Dirkx und Zoummeroff, heute in der Sammlung Jean Bonna.
« Die Originalausgabe umfasst, zusätzlich zu der Erzählung, die dem Band seinen Titel gibt, Vittoria Accoramboni, Herzogin von Bracciano und Die Cenci; die drei Novellen waren bereits erschienen in La Revue des Deux Mondes von 1837 bis 1839. Als Leser alter Manuskripte suchte Stendhal in der italienischen Geschichte nach Beispielen dieser « Energie », die aus Leidenschaft und Instinkt besteht, die er den Hauptfiguren seiner Romane verliehen hat. In dieser Hinsicht bietet die Geschichte der italienischen Renaissance, was die weiblichen Gestalten betrifft, alle Elemente für eine ideale Rekonstruktion dieser Epoche, die reich an Charakteren und voller Kämpfe ist. Die Äbtissin von Castro ist ein typisches Beispiel für diese Erzählungen, die der Autor später gerne als « Italienische Chroniken » bezeichnen wird.
Diese italienischen Erzählungen, die man sich kaum aus alten Manuskripten übersetzt und angepasst vorstellen kann, rekonstruieren mit Erfolg dieses Leben voller Leidenschaften und Liebschaften, das der Autor in Italien schätzte und das man tatsächlich in der Kunstgeschichte und in der italienischen Gesellschaft wiederfinden kann. Daher versteht man, dass diese « Italienische Chroniken », aus denen Stendhals Fantasie lange Zeit Träume entwickelte, bevor er daraus den Stoff seiner Novellen machte, zur Geburt von Die Kartause von Parma, die als der reinste Ausdruck davon gilt ». (Dictionnaire des œuvres, I, S. 2).
Prachtvolles Exemplar, das von Carteret zitiert wird, rein, großrandig, ausgestattet mit einem bemerkenswerten zeitgenössischen Einband, der Vogel zugeschrieben wird und aus den Bibliotheken von Fernand Vanderem (1864-1939), einem bekannten Dramatiker, Bibliographen, Literaturkritiker und Chefredakteur des Bulletin du bibliophile, Lanssade (1993, Nr. 130), vor 28 Jahren für 32.800 FF (5000 €) verkauft, und Bernard Loliée.

